Neuanschaffung eines Autos über die Firma oder im Privatvermögen

Wird ein Auto privat erworben, sind sämtliche Kosten privat zu tragen (aus dem steuerlichen Nettoeinkommen). Für betriebliche Fahrten sieht der Gesetzgeber pauschal 30 Cent pro Kilometer vor, die man sich „steuerfrei“ aus der Firma „holen“ kann. In der Regel erfolgt das durch eine Reisekostenabrechnung. Wer sich die Mühe macht alle Kosten zu erfassen, kann auch den tatsächlichen Kostensatz geltend machen.

Wird ein Auto durch die Firma angeschafft, muss die private Nutzung versteuert werden. Dies geschieht entweder über die 1% Regelung oder über ein Fahrtenbuch. Ein Fahrtenbuch lohnt sich, wenn Sie mehr geschäftlich unterwegs sind als privat. Die Abrechnung erfolgt über die Lohnabrechnung anhand der tatsächlichen Kosten und entsprechend dem privaten Anteil der Nutzung. Problematisch ist hier zu erwähnen, dass das Finanzamt das Fahrtenbuch nicht anerkennt, wenn mehr als drei Fehler enthalten sind. Aus diesem Grund empfehlen wir nur digitale, GPS-unterstützte und fest eingebaute Systeme. Egal wie Sie ein Auto versteuern, es werden alle Kosten im Betrieb erfasst und die Vorsteuer geltend gemacht. Die private Nutzung wird mit Umsatzsteuer belegt, im Fall der 1% Regelung mit einer Bemessungsgrundlage von 80%.

Wenn das Auto ausschließlich betrieblich genutzt wird, muss dies durch ein Fahrtenbuch nachgewiesen werden. Nur im Ausnahmefall kann dies unterbleiben, z.B. wenn es ein zweites, gleichwertiges Auto im Privatvermögen gibt und es schlüssig dargelegt werden kann, dass es sich bei dem Firmenwagen um ein reines betrieblich Fahrzeug handelt. In diesem Fall müsste aber die private Nutzung durch vertragliche Grundlagen im Arbeitsvertrag ausgeschlossen werden.

Unser Tipp: Die 1% Regelung und ein Auto mit einem möglichst geringen Bruttolistenpreis ist aus steuerlicher Sicht empfehlenswert und man hat den geringsten Aufwand bzw. Stress. Fragen Sie uns für Ihre spezielle Situatuation, da es neben diesen Grundregeln eine Menge an Ausnahmen zu beachten gibt.